Nebenübungen
Frühlingsreinigung 2. – 11. Februar 2026
Weltweit gibt es eine Tradition vor dem Frühlingsanbruch die Wohnhäuser gründlich zu reinigen. Dies ruht auf okkulte Traditionen her. Peter Dunoff hat uns gelehrt, dass unser Haus auf Erden der physische Körper ist. Die Prozesse in diesem Körper werden vom Mond regiert, denn durch die Kräfte des Mondes hat sich das Ätherische zu dieser dichten Leiblichkeit, die wir zurzeit bewohnen, verdichtet. Ab Neumond sind die Prozesse im Körper vorwiegend aufsteigend, aufbauend und aufnehmend, ab Vollmond eher abnehmend, abbauend und reinigend. Alle 28 Tage erreicht der Körper einen Höhepunkt an Aufnahmefähigkeit und einen Höhepunkt an Sich-Reinigen-Wollen. Diese Höhepunkte haben jedoch ebenso Abstufungen, haben ebenso einen Zyklus. Dabei steht der Neumond im August als besonders wichtig und alle Paneurythmie-Praktizierende in Bulgarien verbringen diese Zeit in Rila Gebirge, wo sie spirituelle Energie aufnehmen, die sie durch das ganze Jahr trägt; das Gegenpol ist der Vollmond im Februar: dieser ist ungefähr ein Monat vor dem Frühlingsbeginn und gilt dadurch als der Höhepunkt des Reinigens. Bzw. zu dieser Zeit soll sich der Schüler intensiv reinigen, damit er bereit wird die aufgehenden Frühlingsenergien aufzunehmen.
Dafür hat uns Peter Dunoff eine Kur empfohlen: 10 Tage Einkorn essen (in seinem Wort ist die Rede vom Жито (wird „Jito“ ausgesprochen und ist ein Pauschalwort für Getreidekorn, was mit den Jahren in der bulgarischen Sprache immer mehr dahin tendiert als Weizen (bulg: пшеница (pscheniza) verstanden zu werden, welches aber eigentlich nicht korrekt ist; die Art wie Peter Dunoff das Korn malt entspricht jedoch exakt der Form des Einkornes und nicht des Weizenkornes, bzw. heutzutage machen absolut alle in Bulgarien diese Kur mit Einkorn, dem Vorfahren des heutigen Weizens; wir in Berlin ebenso).
Dieses Jahr beginnt die Kur am Montag, den 2. Februar 2026.
Details:
– jeden Tag 100 Gr. Einkorn essen, evtl. getrennt an zwei oder drei Teilen für den Tag; dabei sehr langsam und bewusst kauen, bis die Körner im Mund zu Brei geworden sind. Der Einkorn ist im Vergleich zu anderen Getreidesorten sehr weich und lässt sich in rohem Zustand gut kauen. Sollte es jemandem doch schwer sein, kann er es vorher im Wasser noch mehr einweichen lassen. Das Einkorn wird den ganzen Schmutz von unserem Körper wie ein Schwamm aufsaugen, genau wie das Mehl das Wasser aufsaugt; dabei sagt Peter Dunoff, durch das Kauen von rohem Einkorn werden die christlichen Prinzipien in uns auferstehen: durch das Einkorn werden wir Bescheidenheit, Geduld und Dankbarkeit in uns stärken, wir werden in Berührung mit der reinen Christlichen Liebe und Ihrer Opferbereitschaft kommen. Es ist zu empfehlen, dass wir jeden Tag die volle 100 Gram aufessen und nichts übrig lassen. Desweiteren soll das Korn unsere Wirbelsäule stärken, indem der Fluß der Energien von Sonne zur Erde und umgekehrt frei wird.
(Einkorn-Empfehlung: https://shop.spielberger-muehle.de/produkte/detail/21/einkorn-demeter man braucht zwei Packungen davon für die 10 Tage)
Da diese Reinigung besonders intensiv ist, gibt Peter Dunoff Hilfsmittel:
– jeden Tag darf man bis zu max. 3 EL Honig (nicht auf einmal, sondern verteilt durch den Tag in kleinen (Leck-)Dosen) zur Stärkung des Blutes einnehmen;
– jeden Tag darf man bis zu 9 Walnüssen zur Stärkung des Gehirns essen;
– jeden Tag darf man bis zu drei Äpfel zur Stärkung des Herzens essen.
Während der ganzen Kur soll viel Wasser, vorwiegen heiß (ca. 60 – 70 Grad), getrunken werden. Tee ist auch möglich (ungesüßt). Die Flüssigkeit bringt alles Unnötige vom Körper heraus. Die Reinigungsprozesse sollen deswegen nicht durch die Einnahme von Salz gehindert werden.
Am 10. Tag (Sonntag, den 11.2) soll man eine einfache Kartoffelsuppe kochen- Kartoffeln, geschält und geschnitten, mit Wasser und Salz. Petersilie und Zitrone dürfen noch dazu beigefügt werden. Neben den restlichen Sachen soll man am 10. Tag von dieser Suppe (ein wenig) essen. Diese dient als Vorbereitung des Magens für den Übergang zum normalen Essen.
Alle Essensreste von der 10-tägigen Kur sollen in einer gesonderten Tüte gesammelt werden und am 1.Tag nach der Kur irgendwo in der reinen Natur eingegraben werden (oder im eigenen Kompost). Dies ist wichtig für das richtige Befreien von allem Unreinen, was in uns gewohnt hat.
Optimal beginnt man die Kur am Tag nach dem Vollmond. Der Vollmond ist am Sonntag, den 1.2., bzw. wir wollen die Kur am Montag, den 2. Februar beginnen. Ein Bruder aus der Zeit des Meisters- Gerogi Petkov aus Gabrovo, der immer noch lebt- hat vor vielen Jahren gesagt, die Kur soll immer an einem Mittwoch beginnen. Dies hat sich in den letzten Jahren in Bulgarien stark als Tradition eingelebt. Im Nachhinein hat er zugegeben, dass er sich dies selber ausgedacht hat, da er es geglaubt hat es sei wichtig die Kur an einem Freitag zu beenden. Diese Tradition wirkt trotzdem zurzeit sehr stark und deswegen beginnen die meisten in Bulgarien die Kur dieses Jahr am Mittwoch, den 4. Februar. Bzw. wer möchte, kann sich auch der Mehrheit anschliessen. Wir persönlich glauben es ist sogar wichtig die Kur über die Jahren an allen 7 Tagen zu beginnen, halten es bzw. für wichtiger, sie am Tag nach dem Vollmond zu beginnen und nicht nach einem Mittwoch zu warten. Hier kann sich natürlich jeder für sich frei entscheiden.
Die Kur beginnen wir also an einem Montag, ein Tag des Mondes- wir werden unsere physische Körper reinigen-, und wir enden sie an einem Mittwoch, ein Tag des Merkur- Ergebnis der Läuterung wird das klare Denken sein, mit dem wir das Neue, die Wahrheiten aus dem Göttlichen empfangen und in unser Leben einsäen können werden.
Peter Dunoff meint, wenn Menschen zusammen mit einem Konkreten Ziel bewusst fasten oder eben diese Kur machen, können sie Bedingungen sogar für das anscheinend Unmögliche schaffen. Mit Fasten hat Gandhi ganz Indien befreien können. Bzw. wir können zusammen die „Frühlingsreinigung“ mit der Idee machen: genau wie jede Zelle meines Körpers erneuert und fähig für die Aufnahme der Frühlingsenergien wird, möge auch jede Menschenseele auf Erden fähig für die Aufnahme des Neuen sein, was dieses Jahr vom Himmel für uns herniedersteigt.
Am Montag, den 2. Februar 2026, beginnen wir die Kur, indem wir nach dem Aufwachen das folgende Gebet innerlich aussprechen:
„Herr, nimm mich ins Heilhaus der Natur für 10 Tage auf. Mögen mein Leib, mein Herz, mein Verstand und meine Seele rein und licht werden und ich von Deinem Geist der Liebe erfüllt bin. Amen.“
(jeder kann die Worte für sich selbst auch anpassen- es handelt sich eher um ein sinngemäßes Beispiel)
Mit dem Enden des 10. Tages am Mittwoch, den 11. Februar, endet auch die Kur.
Beim Aufwachen am Donnerstag, den 12.2., kann noch mit dem folgenden Gebet abgeschlossen werden:
„Lieber Herr Jesus Christus, ich danke Dir für die Reinheit im Körper, für die Liebe im Herzen, für das Licht im Verstand, für die Freiheit der Seele und die Kraft des Geistes, die Du mir verliehen hast. Möge ich ab heute mit diesen Eigenschaften ein bescheidener Diener für das kommen Deines Reiches unter uns Menschen sein und Deinen Willen erfüllen. Amen.“
(jeder kann die Worte für sich selbst auch anpassen- es handelt sich eher um ein sinngemäßes Beispiel)
Bzw. wir laden Euch alle hiermit mitzumachen und in unserem Inneren einerseits, sowie in der Welt andererseits, im Vorbereiten auf die Aufnahme der Impulse des kommenden Frühlings
Sollte jemand während der Kur einen Zustand der Schwäche oder des Zweifels erleben, wird ihm das innerliche Aussprechen der folgenden Worte zweifellos helfen:
„Alles vermag ich durch Christus, der mich kräftigt!“
Die Meditations-Übung „Ich vermag“ von Peter Dunoff
Einleitende Informationen zur Übung (klick hier)
Anleitung und Meditationstext für Menschen, die die Übung zum ersten Mal beginnen (klick hier)
Anleitung und Meditationstext für alle, die die Übung bereits ein Jahr gemacht haben (klick hier)
